Öffnet den Tourismus!


Bevor es zu spät ist

Es ist nicht nur die Ungeduld, die in den vergangenen Wochen gewachsen ist, sondern auch das Unverständnis gegenüber den Maßnahmen der Politik und die daraus resultierende Gefahr vor einem wirtschaftlichen Niedergang der Hotels in unserer Region, die fast ausschließlich vom Tourismus lebt und nach wie vor keine Perspektive hat.

Der Apell nach dieser Perspektive für eine Geschäftsaufnahme unseres Wirtschaftszweiges wurde nicht erhört. Die Ignoranz gegenüber dem Hotelgewerbe, welche von der Bundeskanzlerin vorgelebt wird (Zitat: eines Tages werden auch wieder die Hotels öffnen), veranlasst die Ministerpräsidentin unseres Bundeslandes, welches in der Vergangenheit mit dem erfolgreichen Tourismus geglänzt hat und man sich gern mit dieser Feder schmückte, nicht dazu, einen eigenen Weg zu gehen und mit einem erarbeiteten Plan für unsere Branche eine Perspektive zu schaffen. Ein Aufwachen und Handeln wurde von der Corona Konferenz der Landesregierung mit Verbänden und Wirtschaftsvertretern am gestrigen 24.02.2021 erwartet, aber auch diese Möglichkeit wurde vertan und die Belange der Gastronomie und Hotellerie schlichtweg ignoriert. Selbst die vom Hotelverband der Insel Usedom nicht unterstützte und unwirtschaftliche Forderung der Dehoga und des Tourismusverbandes MV, eine Öffnung zum Osterfest nur mit Gästen aus MV zu ermöglichen, konnte nicht realisiert werden.

Zeit für Veränderung Zeit für Veränderung

Maßnahmen stehen in keinem Verhältnis!

Der Fokus unserer Ministerpräsidentin lag eher auf dem Sachverhalt, dass Friseure nicht gleichzeitig mit Nagelstudios eröffnen können, obwohl der Unterschied in beiden Dienstleitungen für niemanden erkenntlich ist.

Kurzum, die Entwicklung der Pandemie und die getroffenen Maßnahmen der Bundes- und Landesregierung stehen in keinem Verhältnis zu den Entscheidungen im Umgang mit unserem Wirtschaftszweig. Es fehlt ein Plan, eine Perspektive und die Konzeptlosigkeit ist ein Armutszeugnis der politisch handelnden Personen. Jeder Unternehmer braucht ein Konzept, ein klares Ziel um wirtschaftlich erfolgreich zu sein oder um überhaupt den Fortbestand seines Betriebes zu sichern. Dieser Sachverhalt wird von der Regierung gänzlich ignoriert und das touristische Reisen bleibt weiterhin ohne Perspektive.

Undurchsichtig und verkompliziert

Wenn ohne Schuld ein Hotel seine Geschäftstätigkeit nicht fortführen kann, dann ist ein finanzieller Ausgleich für seine dadurch entstehenden Verluste zu schaffen.

Die undurchsichtigen und verkomplizierten, bereitgestellten finanziellen Hilfen wie Nov.- Dez. Hilfe, Überbrückungshilfe oder die Schadensregulierung, sorgen bei keinem Hotelier für den Ausgleich des unverschuldeten Verlustes. Selbst die Gelder die beantragt und zur Verfügung gestellt werden, erreichen uns erst Monate nach der Beantragung und sind somit keine Absicherung zum Fortbestand unserer Hotels. Detailliert über die Herausforderungen mit den zu beantragenden Hilfsgeldern des Staates auszuführen, würde jeden zeitlichen Rahmen sprengen und das Verständnis eines gleichzusetzenden, promovierten Menschenverstandes erfordern. Einzig die Absicherung der Mitarbeiter mit dem Mittel der Kurzarbeit ist eine lobende politische Handlungsweise.

Gerade große, erfolgreiche Unternehmen, welche in der Vergangenheit zu den größten Steuerzahlern gehörten, sind nun von der Handlungslosigkeit der Politik besonders betroffen.

Wir können nicht mehr

Die Banner Protest Aktion soll mehr als nur unser Unverständnis zum Ausdruck bringen. Es ist ein Schritt neben vielen weiteren Maßnahmen, mit denen wir gegen diese Verfehlungen und Einschränkungen gegenüber unseren Unternehmen durch die Hand der Politik vorgehen werden.

Die Vorbuchungsstände in unseren Hotels für das laufende Jahr, sind anders als in den Medien suggeriert, katastrophal und beängstigend. Auch wenn die berechtigte Hoffnung besteht, dass sich dies nach Öffnung der Reisebranche ändert, so müssen wir vom jetzigen Zeitpunkt auch hier sorgenvoll in die Zukunft blicken.

Die Hotels des HIU fordern:


  1. Eine Öffnung der Hotels mit einer Belegung von 60% ab dem 01.04.2020 und mit 100% ab dem 01.05.2021 unter den hygienischen Bestimmungen und erarbeiteten Konzepten.

  2. Den Ausgleich des Verlustes durch den Staat für den gesamten Zeitraum der Schließung unserer Hotels
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